Das Wichtigste in Kürze (Executive Summary)
Kompaktüberblick für Schweizer Krypto-Investoren und Steuerberatende
1 Was ist CARF?
Das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) ist der neue OECD-Standard für den automatischen Informationsaustausch über Krypto-Assets. Es schliesst bisherige Lücken und erweitert den Banken-AIA vollumfänglich auf Krypto-Dienstleister.
2 Zeitplan für die Schweiz
Die lückenlose Datenerfassung für das Steuerjahr 2026 läuft bereits – erster automatischer Austausch erfolgt 2027.
3 Welche Plattformen melden?
Sämtliche ausländischen Krypto-Börsen (darunter Binance, Kraken, Coinbase, Bitpanda, OKX) sowie regulierte Schweizer Broker sind gesetzlich zur Übermittlung von KYC- und Transaktionsdaten verpflichtet.
4 Dringender Handlungsbedarf
Bisher nicht deklarierte Krypto-Werte sollten zwingend vor 2027 bereinigt werden. Über die einmalige straflose Selbstanzeige (Art. 175 DBG) können Nachsteuern ohne Bussen nachdeklariert werden.
Inhaltsverzeichnis & Schnelleinstieg
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OECD-Standard, globaler AIA & Schliessung des Krypto-Schlupflochs.
Die lückenlose Datenerfassung für das Steuerjahr 2026 läuft bereits – erster automatischer Austausch erfolgt 2027.
Binance, Kraken, Coinbase: Welche Daten (Salden, Erlöse, KYC) gemeldet werden.
Vermögenssteuer per 31.12., steuerfreie Kursgewinne & Staking-Erträge.
Lücken vor 2027 schliessen: Bussen bis 300% vollständig vermeiden.
Vom CSV-Export zum revisionssicheren eCH-0196 Auszug in 2 Minuten.
In 60 Sekunden prüfen, ob Ihre Plattformen meldepflichtig sind.
CHF 350.– (10er) oder CHF 750.– (25er) – Bearbeitungsaufwand unter 5 Min.
Hardware-Wallets, Schweizer Broker (Relai, Bitcoin Suisse) & Datenschutz.
Was ist das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF)?
Seit 2017 nimmt die Schweiz am automatischen Informationsaustausch (AIA / Common Reporting Standard CRS) über traditionelle Finanzkonten teil. Bisher waren Krypto-Assets in diesem Regelwerk jedoch eine Grauzone, da Krypto-Börsen, Wallet-Anbieter und dezentrale Protokolle meist nicht als traditionelle Finanzinstitute qualifizierten.
Um dieses Schlupfloch weltweit zu schliessen, hat die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) auf Mandat der G20 das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) entwickelt. Gleichzeitig hat die Europäische Union mit der Richtlinie DAC8 ein äquivalentes Regelwerk in europäisches Recht überführt.
💡 Kernziel von CARF: Steuerhinterziehung mittels Krypto-Assets unmöglich zu machen. Steuerverwaltungen weltweit erhalten künftig dieselbe Datentransparenz über Krypto-Guthaben wie über klassische Bankkonten bei Grossbanken.
Der Zeitplan für die Schweiz: 2026 bis 2027
Die Schweiz hat sich als führender Krypto-Standort gemeinsam mit 47 weiteren Staaten verpflichtet, CARF zügig umzusetzen. Der Bundesrat hat die rechtlichen Grundlagen ausgearbeitet:
Vernehmlassung des Bundesgesetzes über den internationalen automatischen Informationsaustausch über Krypto-Vermögenswerte (AIA-Krypto-Gesetz).
Die lückenlose Datenerfassung für das Steuerjahr 2026 läuft bereits – erster automatischer Austausch erfolgt 2027. Ausländische und Schweizer Krypto-Dienstleister sind gesetzlich verpflichtet, sämtliche Transaktionen, Zuflüsse, Abflüsse und Salden lückenlos aufzuzeichnen.
Die Börsen übermitteln die aggregierten Daten an ihre nationalen Steuerbehörden. Diese leiten die Datensätze von Schweizer Steuerpflichtigen vollautomatisch an die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) weiter, die sie an die zuständigen kantonalen Steuerämter verteilt.
CARF-Check: Fallen Ihre Krypto-Daten unter die Meldepflicht?
Beantworten Sie 3 kurze Fragen, um Ihren persönlichen Deklarationsbedarf für die Schweiz in 60 Sekunden zu analysieren.
1. Nutzen Sie ausländische Plattformen wie Binance, Kraken oder Coinbase?
Hierzu zählen alle zentralisierten Krypto-Börsen mit Sitz ausserhalb der Schweiz.
Binance, Kraken und Coinbase melden Ihre Transaktionsdaten, Erlöse und Jahressalden bald direkt an die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV).
Welche Daten übermitteln Börsen konkret an die ESTV?
CARF unterscheidet sich grundlegend von bisherigen Stichprobenverfahren. Krypto-Dienstleister müssen nach einem standardisierten XML-Schema detaillierte Datensätze an die Steuerbehörden liefern:
1. Personenbezogene Identitätsdaten
- Vollständiger Name und Wohnsitzadresse
- Geburtsdatum und Geburtsort
- Steueridentifikationsnummer (in der Schweiz: AHV-Nummer / TIN)
- Konto- und Verifizierungsstatus (KYC-Daten)
2. Transaktionsvolumen & Erlöse
- Bruttoerlöse aus Verkäufen von Krypto gegen Fiat-Währungen (CHF, EUR, USD)
- Bruttowerte von Tauschtransaktionen (Krypto-zu-Krypto, z.B. BTC zu ETH)
- Gesamtzahl der ausgeführten Trades im Steuerjahr
- Verrechnete Handelsgebühren
3. Jahressalden per 31. Dezember
- Gesamtwert aller Krypto-Assets auf der Börse zum Stichtag 31.12.
- Detaillierte Coin-Bestände (BTC, ETH, SOL, Stablecoins etc.)
- Guthaben in Fiat-Wallets auf der Plattform
4. Externe Transfers & Wallets
- Transfers auf externe Wallets (Self-Custody / Ledger / Trezor)
- Meldung von Wallet-Adressen, an welche Coins gesendet wurden
- Einzahlungen von externen Blockchains auf die Börse
Krypto-Besteuerung in der Schweiz: Die 3 Säulen
Damit die kantonalen Steuerbehörden (z.B. in Zürich, Bern, Aargau oder St. Gallen) die gemeldeten CARF-Daten mit Ihrer Steuererklärung abgleichen können, müssen drei steuerliche Kategorien sauber getrennt werden:
Vermögenssteuer (Stichtag 31. Dezember)
Sämtliche Bestände an Kryptowährungen per 31. Dezember gelten als steuerbares Vermögen und müssen im Wertschriftenverzeichnis deklariert werden. Hierfür sind zwingend die offiziellen Jahresendkurse der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV ICTax) anzuwenden. Unser Swiss Tax Report Generator integriert diese Kurse automatisch.
Steuerfreier privater Kapitalgewinn (Art. 16 Abs. 3 DBG)
Für Privatpersonen in der Schweiz sind Kursgewinne beim Verkauf von Kryptowährungen grundsätzlich steuerfrei. Aber Achtung: Wenn CARF hohe Bruttoerlöse meldet, verlangt das Steueramt den Nachweis, dass es sich um reine private Vermögensverwaltung und nicht um gewerbsmässigen Wertschriftenhandel handelt. Ein lückenloser eCH-0196 Report schützt Sie vor ungerechtfertigten Nachbesteuerungen.
Steuerbares Einkommen (Staking, Lending, Airdrops, Mining)
Erträge aus Staking oder Lending gelten als steuerbarer Vermögensertrag (Art. 20 DBG) und unterliegen der normalen Einkommenssteuer. Sie müssen mit dem Marktwert in CHF zum Zeitpunkt des Zuflusses erfasst werden. Genau diese Erträge werden durch CARF sichtbar.
Bisherige Lücken schliessen: Die straflose Selbstanzeige
Was passiert, wenn bisherige Krypto-Werte nicht deklariert wurden?
Sobald die Daten über CARF im Jahr 2027 bei der Schweizer Steuerverwaltung eintreffen, gleicht das System diese automatisch mit früheren Steuererklärungen ab. Liegen Diskrepanzen vor, leitet das kantonale Steueramt ein Nachsteuer- und Bussenverfahren wegen Steuerhinterziehung ein:
- Nachsteuern für bis zu 10 Jahre rückwirkend
- Verzugszinsen (kantonal üblicherweise ca. 4 % bis 5 % pro Jahr)
- Bussen in Höhe von 33 % bis zu 300 % des hinterzogenen Steuerbetrags
Der Ausweg: Einmalige straflose Selbstanzeige (Art. 175 DBG)
Das Schweizer Steuerrecht sieht eine einmalige straflose Selbstanzeige vor. Voraussetzung: Die Selbstanzeige muss erfolgen, bevor die Steuerbehörde Kenntnis von den nicht deklarierten Werten erlangt hat (also zwingend vor dem Eingang der ersten CARF-Meldung).
In diesem Fall werden lediglich die regulären Nachsteuern der letzten Jahre (ohne Busse!) fällig. Hierfür benötigen Sie eine saubere, nachvollziehbare Aufstellung aller historischen Jahre – exakt dafür wurde unser Tool entwickelt.
In 4 Schritten CARF-fest werden
Historie sichern
Loggen Sie sich bei Coinbase, Binance, Kraken & Co. ein und exportieren Sie alle CSV-Transaktionsberichte seit Kontoeröffnung.
Report generieren
Laden Sie die CSV in unseren Generator. Die Software berechnet lokal in Ihrem Browser alle Bestände und Erträge in CHF mit offiziellen ESTV-Kursen.
eTax Import
Laden Sie das generierte eCH-0196 PDF mit 2D-Barcodes direkt in Ihre kantonale Steuersoftware hoch. Alle Daten werden automatisch erfasst.
Entspannt bleiben
Wenn CARF 2027 startet, stimmen Ihre Steuererklärungen zu 100 % mit den Behördendaten überein. Sie sind rechtlich und steuerlich vollkommen abgesichert.
Sie sind Treuhänder oder Steuerberater?
Mit CARF 2027 werden Dutzende Mandanten mit unvollständigen CSV-Auszügen an Ihre Kanzlei herantreten. Nutzen Sie unsere Kanzlei-Kontingente (ab CHF 30.– pro Report), um den Bearbeitungsaufwand von mehreren Stunden manuellem Excel-Bereinigen auf unter 5 Minuten pro Mandant zu senken:
Häufige Fragen zu CARF & Krypto-Steuern Schweiz
Gilt CARF auch für Schweizer Krypto-Broker (z.B. Bitcoin Suisse, Relai)?
Werden auch Hardware Wallets (z.B. Ledger, Trezor) gemeldet?
Wie garantiert euer Generator, dass die Daten nicht abgefangen werden?
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